Wieso der Eulenpapagei das dümmste Tier der Welt ist

Thursday, 11 June 2009

Eulenpapagei - Quelle: WikipediaBis der Mensch nach Neuseeland kam, konnte sich der Eulenpapagei (auch bekannt als Kakapo oder Strigops habroptilus) im Sperrgebiet der Evolution relativ wohl fühlen. Nur Vögel konnten die abgelegenen Inseln aufsuchen, auf denen er zu leben pflegte. Doch alles änderte sich mit Homo sapiens sapiens: Der Eulenpapagei ist heute eines der seltensten Tiere auf unserem Planeten - und tut alles dafür, um seinem Leben ein Ende zu setzen. Es ist nicht so, dass der Eulenpapagei agressiv oder ein großer Kämpfer wäre, er hätte ohnehin kaum eine Chance sich zu wehren. Er bevorzugt es, sich gewissenhaft seinem großen Hobby zu widmen - dem Aussterben.

Meiner Meinung nach verdient er sich dadurch den Titel: Dümmstes Tiere der Welt. Hier die Top-7 der ultimativen Gründe:

  1. Sein Äußeres: Ein grün-braunes Eulengesicht ohne nennenswerte optische Ruhepunkte. Vermutlich auch der Grund für seine Nachtaktivität, denn wenn sich Männlein und Weiblein tagsüber sehen müssten wäre das arme Tier vermutlich auch schon erblindet.
  2. Sein Gewicht: In Bezug auf Flügelspanne und Größe (bis 60 cm) sind die 4 Kilogramm, die ein Männchen auf die Waage bringen kann einfach mal zu viel. Sein BMI dürfte für Vogel-Verhältnisse den dreistelligen Bereich erreichen.
  3. Sein Geruch: Der Eulenpapagei ist ein Vogel, der in einer Blumenvase besser aufgehoben wäre. Sein Odeur ist leicht muffig-moderig, aber einer Freesie nicht ganz unähnlich. Dadurch empfinden auch Menschen den Duft des Eulenpapageis als angenehm. Leider auch für dessen besten Freunde, und so erfreuen sich Hund und Katz an einer Beute mit einer mehr als deutlichen Duftspur.
  4. Sein Fluchtverhalten. Was würde ein Hase im Anblick eines Wolfs tun? Richtig – flüchten. Was tut ein Eulenpapagei wenn er mit einer ihm überlegenen Spezies konfrontiert wird – nichts. Würde er die Initiative ergreifen und einfach davonfliegen könnte er zwar nicht seine Jungen beschützen, aber zumindest seine eigenen, verkümmerten Federn in Sicherheit bringen. Das Unglückliche daran ist, dass der Eulenpapagei nicht nur vergessen hat, wie man fliegt, sondern auch vergessen hat, dass er vergessen hat, wie man fliegt. So erstarrt er im Stile eines seiner ausgestopften Artgenossen und bewegt sich keinen Fleck. Kommen die Angriffe, wie für den Eulenpapagei früher üblich, aus der Luft, so mag dies bei seinem gut tarnenden Gefieder durchaus adäquat erscheinen, aber jeder Vierbeinige Landbewohner dürfte sich gnadenlos unterfordert fühlen. Fast-Food-Mentalität auf Neuseeland.
  5. Sein Alter: Dem Eulenpapagei ist es von Natur aus vergönnt, ein für Vögel gar biblisches Alter zu erreichen. Die Tiere können – würden sie ihre Kompetenzen nicht so stark auf’s Aussterben konzentrieren, bis zu 60 Jahre alt werden. Nur leider packt es nicht mal ein Bruchteil über die 50 zu kommen.
  6. Seine Flugunfähigkeit: Die meisten Arten haben ihre Jahrtausende damit verbracht, sich durch Spezialisierung besser an ihre Umgebung anzupassen, man denke nur an den Pinguin. Der Eulenpapagei tendiert hingegen dazu, nach und nach alles abzulegen, was ihm die Evolution einst schenkte. Weder seine verkümmerten Flügel noch die plüschig-weichen Federn sind zur Fortbewegung in der Luft geeignet. Skelett und die Muskelaufbau tun ihr übriges dazu. Bei einem Gewicht von bis zu vier Kilo können seine Flügelchen bestenfalls als Fallverlangsamung dienen.
  7. Seine Ernährung: Da der Eulenpapagei das lästige und kraftraubende Prozedere des Fliegens über die Jahrtausende vergessen hat, war plötzlich viel mehr Zeit für die Nahrungsaufnahme da. Statt also die Lüfte der Südhalbkugel zu erforschen watschelte der Eulenpapagei lieber zum nächsten Rimu-Baum. So entwickelte sich ein Wohlfühlkreislauf aus essen und umherwatscheln, der das possierliche Tierchen immer fetter werden ließ.